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Das Projekt
Das multifunktionale Laborgebäude Y80 der Universität Zürich am Campus Irchel wurde zwischen 2021 und 2024 realisiert und bietet auf rund 2’450 m² hochinstallierte Labor-, Operations- und Forschungsflächen. Es vereint mehrere Institute und stärkt die interdisziplinäre Forschung. Der Bau ist modular aufgebaut: Während Sockelgeschosse in Massivbauweise ausgeführt sind, wurden die Obergeschosse 1 - 3 als Holzelementbau konzipiert. Diese hybride Konstruktion ermöglicht flexible Grundrisse, eine reduzierte Bauzeit und einen ressourcenschonenden Materialeinsatz bei gleichzeitig hohen technischen Anforderungen eines Laborgebäudes.
Die Bauweise
Tragende Buchenholzträger und ein präzises Fachwerk ermöglichen grossvolumige, stützenarme Strukturen. Vorgefertigte Holz-Rohbauelemente für Wände sowie Hohlkasten-Rippendecken (Spannweiten bis 7,2 m) kamen zum Einsatz. Stützen und Unterzüge aus Fichte-Brettschichtholz und Baubuche ergänzen das System. Rund 60 % der Deckenelemente wurden mit Überhöhung gefertigt.
Die Herausforderung
Das Laborgebäude ist für die anspruchsvollen Anforderungen geplant, die aus dem Forschungsalltag an das Gebäude gestellt werden. Von den schweren Röntgenapparaten gehen hohe Punktlasten aus. Die vielen Gerätschaften für die Forschung bedingen viele Wanddurchbrüche. Transportlogistik 4.20 m hoher Wandelemente.
Baudaten
- Verbaute Holzmenge: 570 m3
Baukosten
- Projekt Gesamtinvestitionen 46 Mio. CHF
Leistungen Timbatec
- SIA Phase 51 Ausführungsprojekt
- Werkplanung 3D und 2D
Bauherrschaft
Hochbauamt Kanton Zürich
8090 Zürich
Architekt
Seifert Architekten
8003 Zürich
Auftraggeber
Implenia Schweiz AG Rümlang
8153 Rümlang
Holzbauingenieur
Christian Keiser
9200 Gossau
GU/TU
Implenia Schweiz AG Rümlang
8153 Rümlang
Fotografie
© Bilder: Universität Zürich